Respekt.
Zwei Menschen, zwei Wirkungen
Ich kenne jemanden, dem kaum jemand Respekt entgegenbringt. Er ist unklar. Wenn er zu spät kommt, kommt er nicht einfach pünktlich beim nächsten Mal — sondern er will einem etwas ausgeben, drückt einem Geld in die Hand, erfindet umständliche Ausreden. Er stellt sich selbst als „krass” dar, obwohl er es nicht ist und auch wenn er es wäre, ist es einfach nicht wichtig “krass” zu sein. Er hinterfragt Entscheidungen anderer, ohne zu wissen, wo es bei ihm selbst hingehen soll. Unsicherheit, die sich als Größe verkleidet, zerstört Respekt. Dahinter steckt auch, dass er sich selbst nicht mit Respekt behandelt.
Dann gibt es einen CEO, den ich kenne. Bei ihm ist alles klar. Er versteht, was er tut. Er ist nicht desperate. Er weiß, dass seine Pipeline groß genug ist, er hat Alternativen, er ist selbstbewusst. Er ist humorvoll und macht gerne Witze, aber in ernsten Situationen ist er ernst. Diese Bandbreite, kombiniert mit Klarheit, macht einen großen Teil davon aus, warum man ihm Respekt entgegenbringt.
Respektthesen
Klarheit in der Kommunikation. Sagen können, was möglich ist und was nicht. Possibilities and boundaries klar benennen. Selbstbewusst über die Wahrheit sprechen — auch dann, wenn sie unbequem ist. Gerade als jemand, der jung ist, viel mit Kunden zu tun hat oder gründet, ist das entscheidend.
Geben statt nur nehmen. Menschen, die ständig nur nehmen und nichts zurückgeben, sind keine respektablen Menschen. Respekt fließt zu denen, die Wert schaffen.
Klar wissen, wofür man da ist. Was will ich? Warum bin ich in diesem Raum? Ehrlich, direkt, vorbereitet. Wer das ausstrahlt, wird ernst genommen.
Probleme lösen, nicht rumheulen. Klagen schafft keinen Respekt. Umsetzen schon.
Vertrauenswürdigkeit. Zum eigenen Wort stehen — aber realistische Versprechungen wählen. So wenige Versprechungen wie möglich machen, und die, die man macht, einhalten.
Die Grundlage von allem
Man muss sich selbst mit Respekt und Liebe behandeln. Ohne das funktioniert nichts von dem oben Genannten. Alles andere — die Klarheit, das Geben, das Lösen, das Wort halten — wächst aus dem Verhältnis, das man zu sich selbst hat.